Cup2date – ein Becherpfandsystem für Bremen

Heute möchten wir euch mit einem etwas ungewöhnlicheren Post auf ein neues Projekt in Bremen aufmerksam machen, das von 7 MasterstudentInnen der Universität Bremen ins Leben gerufen wurde: Cup2date. Und zwar geht es um ein Pfandsystem für Mehrweg-to-go-Becher. Gestern startete der Probelauf mit vorerst 2500 Bechern.

Es wurde ein nachhaltiger Becher produziert, der sich circa 500 Mal verwenden lässt. Dabei ist nur der Deckel aus Hygiene-Gründen aus Plastik. Dieser Becher kann in allen teilnehmenden Cafés für 1 € Pfand gekauft und dann eben auch wieder abgegeben werden. So müsst ihr nicht auf euer Heißgetränk to go verzichten und tut nebenbei etwas Gutes für die Umwelt.

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Wusstet ihr, dass es allein in Bremen einen jährlichen Verbrauch von 18.500.000 Einwegbechern gibt? Wir müssen  zugeben, dass wir wirklich geschockt waren, als wir die Zahl zum ersten Mal gelesen haben. Alleine in einer Stunde sind das über 2.100 Stück – und das nur in Bremen. Klar, dass nicht nur das Müllaufkommen, sondern ebenso der Ressourcenaufwand für die Herstellung und auch für die Entsorgung enorm ist und unserer Umwelt sehr schadet.

Leider sind wir, was das angeht, auch keine wirklichen Vorbilder. Wer unseren Instagram Account verfolgt weiß, dass die Einweg-Becher häufig an unserer Seite sind. Zu praktisch ist es, gerade im Winter, sich mal eben auf dem Weg zum Zug oder zur Arbeit einen Kaffee zu gönnen, der uns wach hält und durchwärmt. Und ja, natürlich landet der Becher sofort danach im Müll.

Die einzigen Bedenken, die wir mit dem Becherpfandsystem haben: möchten wir den Pfandbecher den ganzen Tag mit uns herum schleppen? Vielleicht noch mit in eine andere Stadt oder mit nach Hause nehmen? Sinn des Bechers zum Mitnehmen ist ja, dass man gerade unterwegs ist und es eilig hat. Es gibt so viele Dinge, an die zu denken sind und wir sind ja ohnehin alle dauerhaft gestresst. Möchten wir da zusätzlich noch zu unseren Pfandflaschen auch noch leere und schmutzige Kaffee-Pappbecher tagsüber sammeln?

Dieses Projekt und auch die wirklich schockierenden Zahlen regen uns aber nun auch zum Nachdenken an und wir werden das Becherpfandsystem auf jeden Fall ausprobieren. Sicherlich ist es nicht in jeder Situation geeignet, aber der ein oder andere Kaffee to go wird ganz bestimmt auch bei uns in Zukunft in einem Pfandbecher landen. Schließlich geht es auch erstmal darum, die Becherberge im Müll zu reduzieren.

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Hier haben wir für euch eine Liste, der Bremer Cafés, bei denen ihr eurer Getränk zum Mitnehmen in einem Pfandbecher kaufen & den natürlich auch wieder abgeben könnt:

Café Heinrich (Contrescarpe 45)

Torhaus (Bürgermeisterin-Mevissen-Weg 1)

Gretas Bistro (Contrescarpe 75A)

KEN’s Stop-Shop (Buntentorsteinweg 264/266)

PappCafé (Friedrich-Ebert Straße 1)

Karton (Am Deich 86)

YellowBird Coffee (Pappelstraße 79)

Werder Bäcker (Willy-Brandt-Platz &  Katharinen Klosterhof 7)

Harbour Coffee (Auf den Häfen 4)

Minkens (Unser Lieben Frauen Kirchhof 27)

Lütt Köök Huus (Markthalle Acht)

Aperitivo Bar (Markthalle Acht)

Veganbar (Admiralstraße 97)

Café Stecker (Knochenhauerstraße 14)

Falls ihr also bei irgendeinem der Cafés gerade in der Nähe seid oder euer Lieblingscafé ohnehin auf der Liste steht, dann nutzt diese Aktion unbedingt mal aus. Es dient schließlich einem guten Zweck, an dem wir alle interessiert sein sollten.

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Nun würde uns aber wirklich eure Meinung zu dem Thema sehr interessieren: Was sagt ihr zu der Idee des Becherpfandsystems? Nachhaltigkeit oder Bequemlichkeit, was hat Vorrang bei euch? Hinterlasst uns gerne eure Gedanken dazu in den Kommentaren.

3 comments

  1. Christina H. schreibt:

    Hallo,

    eine tolle Idee, wenn sich viele Menschen daran halten könnte es viel verändern. Das hat doch beim Dosenpfand auch funktioniert, oder nicht?! Bei dem ganzen Plastikmüll der tagtäglich entsteht, müssen wir doch was unternehmen. Finde es bewundernswert, was ihr da auf die Beine gestellt habt.

    Ich unterstütze das Projekt!

    Danke, Gruß
    Chrissi

    • notanotherfashionblog schreibt:

      Liebe Chrissi,

      vielen Dank, wir finden das Projekt auch super!
      Das Lob geht hier aber an die falsche Stelle – wir berichten nur, gehören aber nicht zum Team von Cup2date 😉

      Lieben Gruß trotzdem!

      Jasmin & Birte

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