Filmreview: 50 Shades of Grey

Gestern waren wir im Kino und haben uns den Film angesehen, über den derzeit wohl am meisten gesprochen wird: 50 Shades of Grey – die Verfilmung des gleichnamigen Erotik-Bestsellers, in welchem es darum geht, dass sich die junge Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson) auf eine erotische Affäre mit dem Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) einlässt.

Wir haben die Bücher nicht gelesen und uns von dem Hype auch nicht beeindrucken lassen – aber gerade darum wollten wir uns nun einen eigenen Eindruck von dem Film machen.

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Insgesamt waren wir von dem Film eher positiv überrascht. Der Film ist spannend aufgebaut und wir waren vor der Leinwand wie gefesselt 😉 Nicht vielen Filmen gelingt es, dass wir mit den Gedanken nicht einmal abschweifen.

Erwartet hätten wir einen Film, der noch mehr Erotik-Szenen, insbesondere mehr SM-Szenen, beinhaltet und darauf abzielt, den Zuschauer auf plumpe Art und Weise anzumachen und weniger durch eine Handlung besticht.

Stattdessen gab es Kuschelsex und im sogenannten „Spielzimmer“ fand nur relativ wenig Action statt. Anders als erwartet spielte sich nur ein Bruchteil der Filmzeit in diesem Zimmer ab. Hinzu kam, dass die Sexszenen sehr amerikanisch sind: immer wieder sind kurz die Brüste von Dakota Johnson im Bild, sonst wird der Rest aber der Fantasie der Zuschauer überlassen – lediglich in einer Szene ist kurz der Ansatz der Schambehaarung beider zu sehen.

Dieser Kuschelsex wurde von einer dramatischen Liebesgeschichte begleitet, wobei die sehr schnell ersichtlich war. Gerade in den ersten Szenen wirken die Gespräche der beiden zu vertraut dafür, dass sie sich gerade erst kennengelernt haben. Auch die Machtstrukturen der Beziehung sind von Beginn an sehr eindeutig zu erkennen – schon in der ersten Szene beim Interview im Büro agiert Ana über ihre Körpersprache (sitzend mit Blick nach unten) als die Unterlegene und Christian ist ihr eindeutig überlegen (steht an seinem Schreibtisch und blickt sie eindringlich an). Bereits hier hatte man als Zuschauer das Gefühl, dass er sie in seinen Gedanken bereits in seinem „Spielzimmer“ sieht.

Trotzdem kamen uns einige der Dialoge recht merkwürdig vor und hatten teilweise eine unfreiwillige Komik – zum Beispiel, als Christian zu Ana sagt, er würde nicht mit ihr schlafen, sondern sie „hart fi**en“. An dieser Stelle lachte der gesamte Kinosaal, ob dies allerdings so gedacht war, bezweifeln wir.

Unser Fazit: uns hat der Film überraschenderweise doch recht gut gefallen. Musik und die relativ unbekannten Schauspieler waren sehr gut gewählt. Wir sind – dank des Cliffhangers – auf jeden Fall auf Teil 2 gespannt.

Also Goodie vom Cinestar Kristallpalast gab es noch diesen Schlüsselanhänger dazu – mal sehen ob wir den passenden Playroom dazu finden (möchten!).

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