Rock im Park 2018 | Essentials für die Festival Packliste

Dieser Post ist in Kooperation mit europa apotheek entstanden.

Der Sommer startet und damit beginnt auch eine andere tolle Zeit des Jahres: die Festivalsaison. Am vergangenen Wochenende ging es für mich zum ersten Mal zu Rock im Park. In Nürnberg habe ich drei Tage beim Schwesterfestival von Rock am Ring die Live-Auftritte von Muse, Stone Sour, Marilyn Manson, den Foo Fighters, Shinedown und vielen mehr gesehen. Von morgens (okay, mittags) bis in die Nacht Musik, viele entspannte Menschen, gutes Wetter, viel Handbrot und einfach eine tolle Atmosphäre haben das Wochenende ziemlich besonders gemacht – sodass es tatsächlich eine Weile gedauert hat, ehe ich wieder in den „normalen Alltag“ zurück gefunden habe. Einen kleinen Rückblick auf meine Rock im Park 2018 Highlights sowie ein paar Tipps für eure Festival Packliste habe ich heute für euch.

Rock im Park im Volkspark Dutzendteich in Nürnberg

Seit 1997 findet Rock im Park in Nürnberg parallel zu Rock am Ring statt. Etwa 70.000 Besucherinnen und Besucher haben vom 1. bis 3. Juni 2018 rund um den Nürnberger Dutzendteich gefeiert. Für mich war es die Vielzahl der unterschiedlichen Bands, die ich noch nicht live sehen konnte, die mich überzeugt haben, dieses Jahr teilzunehmen. Auf meinem Falttimetable für die Hosentasche waren 24 Bands angemarktert – natürlich viel zu viele für „nur“ drei Tage. Trotzdem lagen die Spielzeiten so gut, dass ich eigentlich alle mir wichtigen Bands sehen und vor allem hören konnte.

Vorab: Tipps für die Festival-Packliste

Online kursieren diverse Listen, an denen ihr euch orientieren könnt, wenn ihr für ein Festival packt. Ich habe mich zum Beispiel an dieser Liste orientiert. Trotzdem möchte ich euch noch meine fünf Tipps geben, was meiner Meinung nach für ein Festivalwochenende überlebenswichtig ist.

1. Brustbeutel / Gürteltasche / Turnbeutel

Informiert euch vorab rechtzeitig, welche Taschen auf dem Eventgelände erlaubt sind. Für das Hurricane Festival sind für Brustbeutel und Gürteltaschen z.B. konkrete Maße angegeben, die nicht überschritten werden dürfen. Überprüft dies rechtzeitig um notfalls noch einen passenden Beutel zu besorgen. Wer nicht viel transportieren muss, der ist mit einer möglichst kleinen Tasche am besten ausgerüstet. Größere Taschen stören in der Menge eher, sind allerdings praktisch, wenn ihr mehr Dinge mitnehmen wollt (oder müsst, siehe den Punkt Festivalapotheke).

2. Desinfektionsmittel

Absolutes Must Have, ich sage nur Toiletten. Diese sind zwar meiner Erfahrung nach gar nicht mal so schlimm wie über sie gesprochen wird (zumindest wenn man auf die wassergespülten Toiletten ausweicht statt die Dixi-Klos zu wählen), allerdings gibt es keine Möglichkeit sich danach die Hände zu waschen. Also so vernünftig mit Seife, nicht nur mit Wasser. Schon für das eigene Hygienegefühl ist so ein Handdesinfektionsgel also unerlässlich um sich danach das leckere Handbrot wieder schmecken lassen zu können.

3. Festivalapotheke

Die nächste Apotheke ist meist ein gutes Stück vom Festivalgelände entfernt, sorgt also für alle Eventualitäten vor. Kopfschmerztabletten, Mittel gegen Sonnenbrand und Mückenstiche, Mittel gegen Allergien, (Blasen-)Pflaster und vor allem Medikamente, die ihr regelmäßig nehmen müsst, solltet ihr mindestens dabei haben. Beachet auch hierbei die Hinweise der Festivalveranstalter. Für mich z.B. war es interessant, dass es genaue Hinweise für Diabetiker*innen gab, welche Art von Insulinspritzen auf dem Eventgelände erlaubt sind. Informiert euch vorab, damit ihr nicht am Einlass Probleme bekommt! Alles Wichtige für die Reise- und Festivalapotheke bekommt ihr bei europa apotheek* – egal ob Erste Hilfe, Mittel gegen Erkältungen, Magen- und Darmbeschwerden oder fiese Insektenstiche.

4. Regencapes

Wenn kein durchgängiges Regenwetter angesagt ist, sondern eher Sonne mit der Gefahr von ein paar Regenschauern, entscheidet euch unbedingt gegen die gute, teure Regenjacke und für die billigen Überwurf-Regencapes. Diese haben zahlreiche Vorteile: Sie sind so günstig, dass ihr sie nach der Benutzung einfach entsorgen könnt und beim nächsten Schauer ein neues, trockenes Cape habt. Außerdem sind sie superpraktisch klein gefaltet und kommen problemlos mit im Brustbeutel unter. Und sollte es nicht regnen – so wie dieses Jahr bei Rock im Park – könnt ihr sie einfach als Plastiksitzunterlage auf der Wiese verwenden.

5. Sonnenschutz und -pflege

Drei Tage draußen bedeutet auch bei gutem Wetter drei Tage ununterbrochen Sonne. Die Schattenplätze sind nämlich rar und heiß begehrt, es kann also sein, dass ihr viele Stunden in der Sonne verbringen werdet. Cremt euch vorher gut ein und nehmt unbedingt auch Nachschub mit. Ich habe mir dafür extra Mini-Sonnencreme-Tuben besorgt, die wenig Platz in der Tasche brauchen. Für das Gesicht habe ich vor Kurzem den neuen mattierenden Sonnenschutz von Nivea entdeckt. Bei den aktuellen Temperaturen verwende ich diese morgens statt meiner regulären Feuchtigkeitscreme und habe damit auch während des Festivals beste Erfahrungen gemacht. Die Creme ähnelt viel mehr einer „normalen“ Gesichtscreme als fettender Sonnencreme und hat dabei einen hohen Lichtschutzfaktor – wichtig für alle mit heller, empfindlicher Haut. Denkt außerdem natürlich auch an eine Kopfbedeckung und – sowieso ganz wichtig – die Sonnenbrille!

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Line Up 2018 & meine Highlights

Bei 24 Möchte-ich-gerne-sehen-Bands gab es für mich entsprechend natürlich viele musikalische Highlights. Am ersten Tag hat mich am meisten Good Charlotte beeindruckt. Die US-amerikanische Pop-Punk-Band, die ich so vor 14-15 Jahren rauf und runter gehört habe, aber danach ein bisschen aus den Augen verloren habe. Mit einer Setlist bestehend aus 90% alten Songs haben sie eine wahnsinnig gute Show abgeliefert und mich dazu gebracht die Band jetzt wieder öfter zuhören. Auch auf ihr neues Album bin ich jetzt schon super gespannt, die erste Single „Actual Pain“ finde ich schon mal großartig! Abends war der Auftritt der Foo Fighters ganz klar ein weiteres Highlight. Am Samstag spielten schon mittags Walking on Cars, eine meiner aktuellen Lieblingsband deren Album ich in- und auswendig kenne. Erwartungsgemäß hat es die irische Band ganz oben auf meine Liste der RIP-Lieblingsauftritte geschafft. Nachmittags spielten in toller, entspannter Atmosphäre Alt-J und abends war Stone Sour auch ein absoluter Höhepunkt – allein für die Gänsehautmomente beim Song „Bother“. Die meiner Meinung nach beste Show am Sonntag gab es von Shinedown – wer die Band kennt und die Musik mag, MUSS sie mal live erleben. Die Stimme des Frontsängers und seine Art, mit dem Publikum zu interagieren sind einfach außergewöhnlich. Den perfekten Abschluss des Festivalwochenendes gab es dann erst von Snow Patrol, ein Auftritt der einfach wunderbar entspannt und einfach „nett“ war, und schlußendlich von Muse, die live einfach ein Erlebnis sind, selbst wenn man wie ich ihre Musik nur beiläufig hört. Aber auch alle anderen Auftritte – Marilyn Manson, Nothing But Thieves, Kaleo, Yungblud, The Neighbourhood, Jimmy Eat World, Milky Chance, The Maine, Enter Shikari, … – sind definitv unvergessen.

Rock im Park, 2018, Zeppelinfeld, Nürnberg

Abseits der Musik: Organisation, Food, Festival-Gelände

Das Festivalgelände in Nürnberg ist groß. Wirklich groß. Fast ein wenig unübersichtlich, zumal aber alle Fluchtwege immerhin sehr gut ausgeschildert waren. Es brauchte aber am ersten Tag ein wenig Zeit um sich einen Überblick zu verschaffen – wo sind die Fressbuden, wo ist welche Bühne, welche Wege sind die besten, etc. Viel zu versteckt meiner Meinung nach sind die Wasserverkaufsstellen. Wer sich nicht für 2,70 € plus Pfand 0,3 l Mineralwasser am Bierstand kaufen will, kann nämlich auch 0,5 l Flaschen an extra für Wasser vorgesehenen Ständen kaufen. Diese sind aber weniger zentral platziert und bedürfen zunächst der Suche. Wer nach einem bestimmten Ausgang oder Weg sucht, sollte übrigens nicht davon ausgehen, dass einem die Security-Mitarbeiter*innen weiterhelfen kann. Diverse Male wurden wir von diesen entweder in falsche Richtungen geschickt oder einfach mit knappem „Weiß ich auch nicht“ wieder weggeschickt.

Getränke und Essen sind direkt auf dem Eventgelände natürlich echt keine Schnäppchen. Dafür gibt es aber besonders an Food-Ständen eine riesige Auswahl, die alle glücklich machen sollte. Von Pizza, Pasta, Pommes, Burger zu Falafel, Langos, Handbrot, Spätzle, Crepes, Leberkäse, süßen und herzhaften Brezeln ist die Qual der Wahl einfach riesig. Mir reicht aber eigentlich das traditionelle Handbrot, von dem ich mich auch eine ganze Woche lang ernähren könnte!

Ein Wahnsinns-Wochenende mit so viel tollen Bands und einfach einer Pause vom Alltag, das eigentlich viel zu schnell vorbeiging. Drei Tage, in denen man sich nur die Frage stellt, zu welcher Bühne es als nächstes geht und ob es zeitlich noch passt sich dazwischen einen Popcorn-Karamell-McFlurry vom McFlurry-Stand abzuholen. Die Atmosphäre bei Rock im Park ist toll, so viele entspannte, gut gelaunte Menschen. Natürlich darunter auch die „Festival-Klassiker“ – viele bunte Verkleidungen und einige Leute mit doch ein bisschen zu viel Alkohol intus. Wer uns kennt, der weiß, dass Jasmin und ich beide nicht so für das Festival-Camping-Party-Leben gemacht sind. Trotzdem können wir gerade Rock im Park auch weiterempfehlen, wenn ihr keine Lust auf den Campingwahnsinn abseits der Bühnen habt. Da das Festival direkt in Nürnberg stattfindet, gibt es viele Hotels in der Nähe, in denen ihr die Nächte ganz entspannt – und mit vernünftiger Dusche am Morgen – verbringen könnt. Mit den fünf Tipps, was ihr unbedingt einpacken solltet, steht einem wunderbaren Festivalwochenende dann nichts mehr im Weg.

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